Backpulver-Allheilmittel gegen Krebs?

16. September 2014 – 21:44

Dr.med.Mark Sircus gibt in seinem wirklich lesenswerten und informativen Buch(1) einen umfassenden medizinischen Überblick über die enorm nützliche Substanz des Natriumbicarbonats.

Natriumbikarbonat

  •  hat die Summenformel  NaHCO
  •   ist ein Natriumsalz der Kohlensäure

Struktur von Natriumhydrogencarbonat

  • In Sircus Buch geht es nach seiner Aussage „um die Anwendung der billigsten, sichersten und vielleicht wirksamsten Krebsmedizin, die es gibt.
  • Die Behandlung von Krebs mit Natriumbicarbonat stellt eine natürliche Chemotherapie dar, bei der Krebszellen wirksam abgetötet werden, während gleichzeitig die schrecklichen Nebenwirkungen und enormen Kosten herkömmlicher Chemotherapien minimiert werden“ (S.7)

Er berichtet über zahlreiche Untersuchungen und Beiträgen von Universitäten, Krankenhäusern und klinischen Ärzten, die seit Jahrzehnten Natriumbicarbonat, auch bekannt als Natriumhydrogenkarbonat oder Backpulver und seine eminent wichtigen medizinischen Wirkungen erforschen und belegen.
Er sagt, dass auf keiner Notaufnahme oder Intensivstation Natriumbicarbonat fehlen darf.

Diese Substanz helfe täglich Leben zu retten!

Außerdem werde sie in vielen klinischen Situationen regelmäßig eingesetzt, z.B.

  • bei schwerer diabetischer Ketoazidose
  • bei Herz-Lungen-Massage
  • bei Schwangerschaft
  • bei Hämodialyse
  • bei Peritonealdialyse
  • bei pharmakologischer Toxidose
  • bei Hepatopathie
  • und bei vaslulärchirurgischen Eingriffen.

Doch wie wirkt dieses Wundermittel?

  • Dr.Sircus sagt, dass der Körper sich selbst heilen muss. Dazu braucht er als Voraussetzung einen basischen Stoffwechsel, zu dem ihm Natriumbikarbonat verhelfen kann.
  • Und weiter:“Bringt man die Körperchemie eines Menschen wieder in die richtige biologische Norm, dann verfügt der Körper über genug Energie, um sich selbst zu heilen. Nichts kann dabei besser helfen, als die Wiederherstellung eines gesunden pH-Wertes.“(S.19)

Er begründet diese Aussage damit, dass der pH-Wert die meisten zellulären Prozesse steuert.

Das pH-Gleichgewicht im menschlichen Blutkreislauf trage entscheidend zum biochemischen Gesamtgleichgewicht des menschlichen Körpers bei.

So steuert der pH-Wert u.a.die Enzymaktivität und regelt die Geschwindigkeit der elektrischen Signale.

  • „Rutscht der pH-Wert in den sauren Bereich, kann das Substrat(=Form und Ladungscharakter der Enzyme), sich entweder nicht an die aktive Stelle binden oder es findet keine Katalyse statt.“
  • „Veränderungen des pH-Wertes können intra- und intermolekulare Bindungen schaffen oder aufbrechen und damit die Form und in der Folge die Wirkrichtung eines Enzyms umgestalten.“(S.20)

Besonders oxidativer Stress (den wir vielfach durch saure, stark verarbeitete Nahrungsmittel und Umweltbelastungen haben), führt zu extremem Abrutschen des pH-Wertes in den sauren Bereich. Dies gefährdet vor allem die Mitochondrien.

Mitochondrien werden auch als die „Kraftwerke“ der Zellen bezeichnet, weil in ihnen das energiereiche Molekül Adenosintriphosphat gebildet wird. Darüber hinaus erfüllen sie weitere essentielle Funktionen für die Zelle; sie sind beispielsweise an der Bildung derEisen-Schwefel-Cluster beteiligt.“(wikipedia)

So stellt Dr.Sircus klar, dass alle unsere Körperzellen einen optimalen pH-Wert brauchen, damit sie optimal funktionieren  können.

„Die erste Verteidigungslinie, die unser Körper gegen Unwohlsein, Krankheit und Alterung stellt, ist der pH-Wert des Blutes, und diesen können wir mithilfe von Natriumbicarbonat sehr rasch erhöhen.“(S27)

Was ist der optimale pH-Wert?

  • In einem sauren Milieu, d.h.pH-Wert unter der neutralen 7 auf der Skala werden große Mengen von freien Radikalen des Sauerstoffs in den Zellen produziert.
  • Freie Sauerstoff-Radikale gelten als Verursacher von Krebs und sind an Prozessen beteiligt, die das Altern und die Senilität bewirken, Herzerkrankungen, Arthritis, Osteoporose, Nieren- und Gallensteine, Zahnverfall verursachen sowie das Immunsystem schwächen.
  • Damit die normale Funktion der Körpersysteme einwandfrei läuft, sollte unser pH-Wert 7,35-7,45 betragen. Bei einer Krebserkrankung sollte sogar einige Zeit ein Wert von 8 erreicht werden,
  • Unser Zellinneres weist mit 7,4 einen leicht basischen pH-Wert auf.
  • Der pH-Wert des Blutes liegt zwischen 7,3 und 7,5

Wie messe ich den pH-Wert?

  • Besorgen Sie sich pH-Teststreifen aus der Apotheke
  • Da der pH-Wert starken Schwankungen unterliegt sollte man  anfänglich 2-3mal am Tag den pH-Wert des Speichels (mind.1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit) messen
  • Genauso den pH-Wert des Urins
  • So erhält man einen Durchschnittswert

„Sinkt der pH-Wert des Körpers unter 6,4, werden Enzyme deaktiviert, die Verdauung funktioniert nur noch eingeschränkt und Vitamine, Mineralien und Nahrungsergänzungsstoffe können nicht mehr effektiv assimiliert werden.“(S.29)

Wann und wie nehme ich Natriumcarbonat zu mir?

  • Zuerst muss festgestellt werden, ob der Körper übersäuert ist (Teststreifen), denn „über-alkalisiert“ ist für uns auch nicht gesund!
  • Dr.Sircus empfiehlt etwa 1/8 Teelöffel auf 250ml Wasser mit einem Spritzer Zitrone, der das Natrium durch Kalium ausgleicht.
  • Dies innerhalb 24 Stunden zu sich nehmen, aber nicht mehr als 1,5- 2 Teelöffel am Tag.
  • Zusätzlich sollte man leicht resorbierbares Magnesium zu sich nehmen (Magnesiumöl)
  • „Magnesium fungiert als Bicarbonat-Cotransporter ins Zellinnere und Bicarbonat als Magnesiumtransporter in die Mitochondrien“(S.191)
  • Da das Magnesium bei übersäuertem Körper schnell mit dem Urin wieder ausgeschwemmt wird, empfiehlt sich ein warmes Bad mit einer Tasse Magnesiumöl und einer Tasse Backpulver oder „Kaiser Natron“.
  • Dieser Badezusatz entzieht dem Körper alle sauren Giftstoffe und bringt per Osmose Magnesium in den Körper ein.
  • Auch die Ernährung sollte mindestens um 80% auf basische Lebensmittel umgestellt werden.

So können wir uns nach Dr. Sircus zwischen saurem Tod und basischem Leben entscheiden!

Literatur: Dr.med.Mark Sircus:“Natriumbicarbonat Krebstherapie für jedermann“, MobiWell-Verlag,2014

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  1. 7 Kommentare zu “Backpulver-Allheilmittel gegen Krebs?”

  2. Ein sehr guter Artikel, vielen Dank für den Literatur-Tipp. Ich mußte kurz nachschauen, ob das Natron, da ich gelegentlich nehme das gleich ist. Ja! Andere Namen sind:

    Natriumhydrogenkarbonat
    Natron
    doppeltkohlensaures Natron
    Natriumbicarbonat
    Natriumbikarbonat
    Bikarbonat
    Backsoda
    Bullrich-Salz
    E 500ii

    Ein altes und bewährtes Hausmittel. Verbessert bei mir auch den Geschmack von Kaffee oder Tee und gibt ein gutes Gesichtswasser. Spannend dazu einen Dr.med. zu lesen.

    Von Advocatus Diaboli zu 18.09.2014

  3. DANKE für diesen und einiger anderer toller Blogartikel! Kurz, prägnant, mit Hinweisen, wo man weitere Informationen zum jeweiligen Thema findet, so man dies denn möchte.
    Es ist von Vorteil sich zu informieren solange man gesund ist. Betroffene Patienten und Angehörige reagieren wie betäubt oder panisch, wenn sie die Diagnose „Krebs“ erfahren. Oft fällt es ihnen dann schwer Entscheidungen zu treffen und sind froh, wenn sie die Verantwortung abgeben können. Und wenn die Heilung nicht nach Wunsch verläuft, sind andere Schuld: der böse Krebs, der Arzt mit der falschen Therapie…
    So ist es gut zu wissen, daß es Alternativen gibt. Man hat die Wahl!

    Unabhängig zur Krebstherapie ist die Kontrolle und Ausgleich/Regulation des ph-Wertes zum Teil mehrfach täglich Standard, besonders in der Intensivmedizin.

    Von K.C. zu 18.09.2014

  4. Ja, das ist genau der Punkt: sich informieren solange man gesund ist. Dann trifft einen die Diagnose nicht so hart und man hat die Freiheit der Entscheidung.
    Interessant, daß es in der Intensivmedizin Standard ist. Dazu steht es viel zu wenig in den Fitness-Magazinen, oder?

    Von Advocatus Diaboli zu 18.09.2014

  5. Finde den Artikel sehr gut. Nehme seither regelmässig Kaisernatron mit Lapachotee und fühle mich deutlich leistungsfähiger und besser.

    Von Wolfgang zu 19.09.2014

  6. Danke. Es freut mich, dass unsere Infos ankommen! Richtig auch: Bikarbonat kann man preiswert in jeder Drogerie als „Kaisernatron“ kaufen. Es hat früher in keinem Haushalt gefehlt!

    Von marianne zu 19.09.2014

  7. Im Sport wird häufig der Laktat-Wert kontrolliert. Er dient als Indikator, um die Ausdauerleistungsfähigkeit zu kontrollieren.

    In der Intensivmedizin ist es wichtig zu unterscheiden zwischen methabolischer und respiratorischer Azidose bzw. Alkalose. Dementsprechend wird dann je nach Ursache z.B. der Blutzucker mit Insulin gesenkt, NaBic oder Bicanorm (Natriumbicarbonat als Infusion oder oral) verabreicht, die Beatmungsform verändert. So kann man den Säure-Base-Haushalt regulieren, überschüssiges Kohlendioxid abatmen.

    Insgesamt ist die Azidose (Übersäuerung) deutlich gefährlicher als eine Alkalose.

    Von K.C. zu 19.09.2014

  8. Vielen Dank für diese informative Ergänzung und Bestätigung von Dr.Sircus Informationen!

    Von marianne zu 19.09.2014

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