Das Ende des Krieges gegen tierisches Fett

22. August 2014 – 16:31
w.r.wagner  / pixelio.de

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Wie schon erwähnt ist Wissenschaftsbetrug keine Straftat. Ein sog. „Peer-Review“ entscheidet, ob ein Beitrag, der dann dadurch zum „Stand der Wissenschaft“ erhoben wird, in einer Fachzeitung veröffentlicht wird. Ein weiteres Beispiel hierfür, daß die letzten Jahrzehnte, wenn nicht sogar Generationen in ihrer Ernährungs- und Lebensweise beeinflußt hat ist der „Krieg gegen tierische Fette„, der im Moment auf die vegane Spitze getrieben wird. Doch die Zeichen mehren sich, daß nun die Wahrheit wieder salonfähig wird und gesagt werden darf.

Butter, Fleisch und Käse gehören zu einer gesunden Ernährung

Die Amerikanische Ernährungswissenschaftlerin Nina Teicholz erklärt in ihrem Buch: „The Big Fat Surprise: Why Butter, Meat and Cheese Belong in a Healthy Diet“ (Etwa: Die große Fett-Überraschung: Warum Butter, Fleisch und Käse zu einer gesunden Ernährung gehören„, wie es überhaupt zur Verteufelung von Fleisch- und Butterkonsum kommen konnte, und warum wir uns heute pflanzliche Kunstfette gleich zum Frühstück auf die glutenhaltigen Weißbrötchen schmieren und auch noch denken es wäre gesund.

Wie ein Wissenschaftsbetrug Geschichte schrieb

Sucht man nach dem Namen Ancel Benjamin Keys findet man schnell viele Beiträge zu dem Thema. In seiner ersten Studie, die er zum dem Thema durchführte, wurden von 13000 Personen aus sechs verschiedenen Ländern die Ernährungsgewohnheiten untersucht und in Korrelation (!) gesetzt zur Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE). Manche behaupten, Keys hätte die Daten bewußt manipuliert, indem er von den 22 untersuchten Ländern nur 7 Länder heraus nahm, doch die Studie kam erst später heraus. Niemand scheint aufzufallen, worin der wirkliche Wissenschaftsbetrug besteht, nämlich Korrelation mit Ursache-Wirkung zu verwechseln. Wenn ich keine Kontrollversuche zur Hypothese mache, ist doch die ganze Studie nichts wert. Aber genau das wird immer noch von Wissenschaftlern im Umfeld von Medizin und Ernährung gemacht, die sich genau genommen gar nicht so bezeichnen dürften.

Nachdem also der anfangs auch in Fachkreisen belächelte Keys in weiteren Studien mehr solcher Zusammenhänge zeigen konnte (wobei er tierische Proteine aussparte – vermutlich wäre er dann noch für eine vegane Ernährung gewesen), witterte die Industrie ein großes Geschäft.

Ein Konzern finanziert den Wissenschaftsbetrug aus reiner Profitgier

1961 gelang es Keys den Ernährungsausschuß der American Heart Association (AHA) von seiner Hypothese zu überzeugen. Dies ist die US-Kardiologenorganisation deren Ansichten in Amerika als unumstößliches Dogma Geltung haben. Da der damalige US-Präsident Eisenhower selbst einen Herzanfall erlitten hatte, rief dann die US-Regierung den „Krieg gegen den Konsum tierischen Fettes aus“. Davon profitierten dann große Konsumgüterkonzerne, allen voran Procter & Gamble (Head & Shoulders, Braun, Oral-B, Lenor, Duracell, Wella, Gilette, Always, etc. etc.), welche ihre Chance für das Riesengeschäft mit Margerine, Pflanzenölen und Getreideprodukten ergriffen. Die AHA verdankt ihren Aufstieg zur Organisation mit nationaler und inzwischen auch internationaler Bedeutung auch genau diesem Konzern, der seit Ende der 1940er Jahre die AHA mit milliardenschweren Sponsoringprogrammen unterstützt. Wo ist hier bitteschön noch die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre wie sie beispielsweise noch im deutschen Grundgesetz aus guten Gründen festgeschrieben ist (was selbstverständlich keine Auswirkung auf das Strafgesetz hatte;).

Seit Beginn der 70er-Jahre sank der Verbrauch gesättigter tierischer Fette in den USA um 11% während der Verbrauch von Kohlehydraten um 25% zunahm. Nina Teicholz schreibt im oben erwähnten Buch dieser Entwicklung eine Schuld an der Zunahme der Fettleibigkeit in Amerika zu. Im Unterschied zu Fett machen Kohlenhydrate nicht satt, sondern insbesondere in Form von Zucker nur noch mehr Hunger. Zuckersüchtige sind mehr abhängig als Morphiumsüchtige. Doch was ist verboten? Natürlich die Drogen. Mit den ganzen durch Zucker krankgemachten Menschen verdient man ja gleich zweimal: 1. beim Einkauf und 2. dann mit den ganzen Heilungskosten. So erhält sich das System selbst und unsere Kranheitskosten ufern aus.

Ganz im Gegenteil sollte Fett ein essentieller Bestandteil unserer Nahrung sein. Unser Gehirn besteht zu zwei Dritteln aus Fett, davon ist ein fünftel Cholesterin. Eine gute Fettversorgung sichert so ein langes Leben.

Transfette, Oxidation und gesundes Fett

Zurück zum Thema Fette: Bis auf Kokosöl und Olivenöl sind die meisten pflanzlichen Fette sehr oxidationsempfindlich. Die entstehenden Oxidationsprodukte rufen in Blutgefäßen Entzündungen hervor. Daher werden die Pflanzenfette, die so im Supermarktregal stehen in der Regel durch Hydrierung gehärtet und dadurch haltbarer gemacht. Bei diesem Prozeß entstehen jedoch die gefürchteten Transfette, die im Verdacht stehen für alles mögliche Auslöser zu sein(Achtung: Korrelationen). Meiner Meinung nach ist hier wieder mal die Oxidation das Problem. Wir sollten – egal welche Ernährungsweise wir bevorzugen – darauf achten durch Essen von Obst oder Nahrungsergänzungen genügen Antioxidantien zu uns zu nehmen.

Ich persönlich würde aber vom Verzehr tierischer Fette in größeren Mengen auch abraten, da im Fett auch Gifte gespeichert werden, und die Tiere heute oft mit Medikamenten und Hormonen behandelt werden. Daher ist Fleisch, dessen Herkunft man kennt vorzuziehen bzw. Bio-Fleisch sicher die bessere Wahl. Eiweiße bekommen wir jedoch auch aus Nüssen oder Hanf und für richtige Menge an Omega-3-Fettsäuren, die in der heutigen Ernährung viel zu wenig vorkommen empfiehlt sich kaltgepresstes Leinöl, das natürlich nicht erhitzt werden sollte. Für´s Kochen und Braten nehme ich immer Ghee oder Kokosöl, welches ideal für die menschliche Ernährung ist.

Jetzt geh ich erst mal einen Burger essen 🙂

Quellen:

  1. Atherosclerosis: A problem in newer public health
  2. Blogbeitrag auf rawfoodsos.com auf englisch
  3. 7-Länder-Studie auf englisch

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  1. 8 Kommentare zu “Das Ende des Krieges gegen tierisches Fett”

  2. Ups, was für ein ein hochwissenschaftlich langer Beitrag für mich bewusst zu hoch geschrieben. Ausser den Überschriften haben ich mal gar nichts verstanden, weil sich nach Logik so gut wie immer alles widerspricht. Deshalb mal Logik und Verstand aus und Herz an und sich berieseln lassen.
    Ja das weis ich woher auch immer sowieso schon alles, wäre daher mehr auf neue Erkentnisse gespannt. Ich verbiete meinen Kindern aus reiner Liebe sowieso immer das Gegenteil, dann greifen Sie erst recht gierig nach der verbotenen Frucht.

    Von Lady zu 22.08.2014

  3. Was genau widerspricht sich denn? Wir können gerne darüber diskutieren?

    Von Michael H. Wagner zu 24.08.2014

  4. Nichts lieber wie das. Muss nur grad meine Welt in Harmonie bringen, mal sehen ob ich dann noch was finde was sich widerspricht.

    Von Lady zu 25.08.2014

  5. Ein mal wieder sehr interessanter Artikel. Es ist wirklich unglaublich, auf welche für die Wirtschaft profitablen „Gesundheits-Glaubenssätze“ sich viele sogenannte Wissenschaftler und damit auch gesundheitliche Normen bestimmende Institutionen stützen.-Und wir sind angehalten, das Ganze zu glauben und wirtschaftlich rentabel(für die Konzerne) umzusetzen- häufig zum Schaden unserer Gesundheit!!!
    Hier ist es gut, sich gegenseitig zu informieren in einem Netzwerk wie diesem Infos und Tipps auszutauschen.:-)

    Von marianne zu 26.08.2014

  6. Prosper Life kann nicht nur ein Austausch Netzwerk werden, sondern es kann die Welt verändern. Nur braucht man dazu eine wahre Geschichte, wo der Schmerz am grössten ist. Die Leute glauben sonst nicht. Wir brauchen Nachweise die Logisch aufgebaut sind. Eine Sippschaft anhand deren Nachgewiesen werden kann wann was passiert und wo es in welchem Bereich zur Disharmonie kommt. Das ist eine nach Logik aufgebaute Zahlen Namen Bilder Interpretation. Jetzt weis ich auch warum alle zu mir kommen mit der Bitte meinem Vater zu helfen. Hab mich oft genug darüber geärgert, da ich noch vier Geschwister habe mit höherer Bildung und Intelligenz. Doch das Geheimnis scheint wirklich in mir zu stecken. Meine Frage ist nur noch wie löse ich es mit am wenigsten Schmerz. Wenn ich Fakten auf den Tisch haue, wird sehr viel Schmerz entstehen in 3 Generationen.

    Von Lady zu 26.08.2014

  7. Sehr schön. Ich liebe Fleisch und Käse. Danke für diese Wertvollen Hinweise zu tierischem Fett.

    Von Methusalem zu 27.08.2014

  8. @Lady: gerade schreibst Du, daß Du nichts verstanden hast und Dir das lesen zu lang ist und dann gibst Du Ratschläge über Logik. Widerspricht sich das nicht? Wo ist denn Dein Beitrag?! Ich würde mir hier mehr wirklich passende Kommentare wünschen statt so wirres Zeug.

    Von Methusalem zu 27.08.2014

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  2. 8.07.2015: Rezept: Salat aus frischem Gemüse - Körper Entgiften

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