Heilkräftige Ernährung- Teil 2: Kartoffeln und Topinambur, die anspruchslose Heil- und Diätpflanze

29. Juli 2014 – 16:32

 Kartoffeln : Einen Korb voller Frische Kartoffeln Kartoffeln : Kartoffel sprießen StockfotoTopinambur : Topinambur. Helianthus tuberosus L.Topinambur : Topinambur auf weißem Hintergrund StockfotoKartoffeln : Herb Bratkartoffeln serviert auf einem Teller StockfotoTopinambur Essen : Topinambur auf weißem Hintergrund Stockfoto

Bilder: http://de.123rf.com

„Solange sich der Mensch außerhalb der Natur und über sie stellt, beraubt er sich der Möglichkeit, sich an den weisen Kosmos zu wenden, der in seinem Gedächtnis eingeprägt ist…Der Weg zum Frieden auf der Erde ist der Weg von einer technisierten, entseelten Zivilisation zu einer biologischen, beseelten Zivilisation“(Galina Schatalova in : Heilkräftige Ernährung, S.30/31)

Das obige Zitat ist von einer Ärztin und Wissenschaftlerin gesagt worden und nicht etwa in einem esoterisch angehauchten Workshop entstanden! Galina Schatalova hat Zeit ihres Lebens sich für ein gesundes, natürliches Leben eingesetzt im Einklang mit der Natur.

Hier nun der versprochene Teil 2 der Zusammenfassung von Galina Schatalovas Buch: „Heilkräftige Ernährung“  zu eurer Information.

Diesmal werde ich mich mit ihren Aussagen und Erfahrungen über und mit der Kartoffel und Topinambur beschäftigen.

In manchem chinesischen Kräuterbuch wird die Kartoffel zu den giftigen Pflanzen gezählt. Tatsache ist, dass die Kartoffel je nach Jahreszeit giftig oder heilkräftig wirken kann.

Man sollte keine überwinterten, austreibenden Kartoffeln zu sich nehmen. In der Zeit des Austreibens entwickelt sich in der Kartoffel das Solanin, eine giftige Substanz, die zu Schlappheit, Kopfschmerzen, häufigen Erkältungen und allgemeinem Unwohlsein führen kann.

Wichtig ist also, frische Kartoffeln zu verzehren, und  sie ungeschält zu sich zu nehmen.

Schatalova führt Untersuchungen von Chemikern an, die in der Kartoffelschale Substanzen entdeckten, die bei Allergien, Herzjagen, hohem Blutdruck und Schmerzschock sowie bei Gelenkentzündungen eine positive Wirkung in unserem Organismus haben. Dies gilt allerdings nur für die junge, noch nicht austreibende Knolle.

Die Trockenmasse der Kartoffel besteht zu 85% aus Stärke, die in verdaulichen Zucker umgewandelt wird. Dies passiert aufgrund der Enzyme, die sich in der dünnen Oberflächenschicht unter der Schale befinden. Nun ist aber die enzymatische Bearbeitung der Nahrungsmittel im Magen-Darmtrakt nur effizient möglich, wenn die Enzyme aus den Nahrungsmitteln mit den Enzymen unseres Organismus zusammenwirken. Auf diese Weise wird der Mechanismus der „Selbstverdauung in Gang gesetzt“. Dadurch, dass wir die Kartoffel schälen, nehmen wir ihr die Enzyme, die die Stärke umwandeln können, und machen sie dadurch unverdaulich. So kann die Stärke in die Körperzellen eindringen, was schwerwiegende Konsequenzen(z.B. Polyarthritis, Arthrose…) nach sich ziehen kann.

Folglich zerstören wir das Enzymgleichgewicht der Knolle, indem wir die Kartoffel schälen!

Außerdem sollten wir darauf achten, nicht bestrahlte Kartoffeln zu uns zu nehmen. Oft werden die Kartoffeln mit Cäsium 137 oder Kobalt 60 bestrahlt, damit sie im Frühjahr nicht austreiben.  Auf diese Weise wird alles Leben in der Kartoffel zerstört, und es entstehen sogenannte „Freie Radikale„, die Krebserkrankungen auslösen können!

Doch was tun, wenn keine frischen, unbestrahlten Kartoffeln zur Verfügung stehen?

Hier verweist uns Schatalova auf eine seit langem fast vergessene Pflanze: die Erdbirne, Erdartischocke oder Topinambur. Die Pflanze gehört zur Familie der Sonnenblumengewächse. Sie wurde früher oft von unseren Bauern angepflanzt, da sie anspruchslos und  frostbeständig ist, nicht von Schädlingen befallen wird und reiche Ernte ergibt.

Die Pflanze kommt ursprünglich aus Amerika, wird aber auch seit langem viel in Frankreich angebaut. Geerntet wird sie von Oktober bis April.

Man kann Topinambur sogar roh essen, was bei der Kartoffel nicht zu raten ist. Die Pflanze enthält keine Stärke, sonder Inulin, ein stärkeähnliches Kohlenhydrat. Inulin wird mit Hilfe von Enzymen und Säuren in eine  Zuckerform umgewandelt, die auch ein Diabetiker gut vertragen kann.

Topinambur hat wenig Kalorien und macht schnell satt, da es viele Ballaststoffe hat. So wird die Pflanze auch als „Diät-Kartoffel“ bezeichnet.

Die ganze Pflanze ist zum Verzehr geeignet, also Blätter, Stiele, Blüten und Knollen.

Leckere Rezepte gibt es z.B. bei http://www.essen-und-trinken.de

Topinambur enthält doppelt so viel Vitamin B und C wie die Kartoffel, außerdem Eisen, Proteine und Kalium und weitere wichtige Mineralstoffe. Hilfreich wirksam ist Topinambur besonders auch bei Diabetes, Polyarthritis und Arteriosklerose.

Bei Gefäßerkrankungen hilft ein Bad in einem Aufguss von Topinambur-Blättern.

Wo bekommt man nun Topinambur, wenn man es nicht selbst anpflanzen kann? In den meisten  Bio-Läden gibt es die Knollen. Im Internet werden Pulver, Saftextrakte und Kapseln angeboten.

Die Natur hat es einfach perfekt eingerichtet: Von Mai bis September können wir frische, gesunde Bio-Kartoffeln mit Schale essen, und von Oktober bis April uns an köstlichem Topinambur erfreuen!!

Wer irgend kann, sollte ein Eckchen im Garten auswählen, und es für Topinambur reservieren!

Erstens blüht die Pflanze wunderschön, zweitens ist sie absolut unempfindlich, drittens ist sie sehr gesund und viertes kann man sie frisch ernten, wann immer man will!

Zu beachten ist: Topinambur ist sehr starkwüchsig (wird bis zu 4m hoch!) , so dass das kleine Eckchen im Garten wirklich einzig und alleine für Topinambur reserviert sein sollte.

Also- zurück zum alten Wurzelgemüse! Guten Appetit!:-)

Weitere interessante Infos über Topinambur bei:

http://www.topinambur-manufaktur.de/als-Heilmittel

Hier kann man auch gutes Topinambur und beste Topinambur-Produkte kaufen!

Im Teil 3 werde ich euch über die verschiedenen Kohlsorten berichten, die im Ruf stehen, Gesundheit und langes Leben zu unterstützen!

Literatur: Galina Schatalova: „Heilkräftige Ernährung- Eine energetische Lebensmittel- und Heilkräuterkunde für wahre Gesundheit“ (1.deutsche Übersetzung erschienen bei Goldmann/Arkana,2006)

 

 

Tags: , , , , , ,

  1. 7 Kommentare zu “Heilkräftige Ernährung- Teil 2: Kartoffeln und Topinambur, die anspruchslose Heil- und Diätpflanze”

  2. Vielen Dank für diesen spannenden Hinweis. Habe schon immer Verdacht gegen Kartoffeln gehegt. Werde mir auch gleich ein Eckchen für Topinambur reservieren.

    Von Mantus zu 30.07.2014

  3. Ich liebe aus vielen Ansichten die Welt zu betrachten. Schön wenn man die Wahl hat. Reicht das Eckchen zum überwintern aus, ist gut. Geht Sie mir mittendrin aus, mach ich schnell eine Sichtweisenveränderung und greif lieber doch zur Kartoffel, auch wenn Sie vielleicht vermutlich etwas giftig ist, verlängert Sie mein Leben, sofern nichts anderes vorhanden ist.

    Von Hel zu 14.08.2014

  4. Na klar, wer nicht über-lebt, wird auch nicht alt;)

    Von Michael H. Wagner zu 18.08.2014

  5. Lieber Eisvogel,
    wir warten schon alle gespannt auf den Beitrag Teil 3.
    Oder wartest du bis der Sommer geht, die Blätter von den Bäumen fallen und der türkisblaue Himmel in den Hintergrund tritt?

    Von katze zu 20.08.2014

  6. Liebe Katze,
    danke für die lyrische Aufforderung!:-)
    Bin gerade im Urlaub am regenverhangenen Staffelsee(kein türkisblauer Himmel, aber auch noch keine Herbstblätter und ab und zu eindruckvolle Bergumrisse im blauen Land). Bin bereits dabei, Teil 3 zu erstellen. Gebe mir Mühe, bald fertig zu sein!

    Von Marianne Kuntze-Wagner zu 21.08.2014

  7. Nur keine Eile, die grössten Dinge passieren immer zur rechten Zeit. Auch wenn der Himmel mit Wolken bedeckt ist und wir ihn nicht sehen, wissen wir trotzdem das er im Hintergrund da ist. Nach dem es ein bisschen windig wird, bläst er die Wolken weg und wir springen zusammen voller Lebenslust wieder der Sonne entgegen.

    Von Lady zu 22.08.2014

  1. 1 Trackback(s)

  2. 8.07.2015: Rezept: Salat aus frischem Gemüse - Körper Entgiften

Kommentar schreiben

*