Russland wird keine GVO importieren

19. April 2014 – 20:16

Rußlands Außenminister Nikolai Fydorov sagt, daß Rußland frei von gentechnisch veränderten Produkten bleiben soll. Das Importverbot, das vom russischen Parlament beschlossen wurde, wurde im Februar angestoßen. Es werden jetzt weitreichende Kontrollen der Importe implementiert werden.

Irina Ermakova, die Vizepräsidentin der Russischen Gesellschaft für Genetische Sicherheit, sagt: „Die Methoden der Herstellung gentechnisch veränderter Organismen ist nicht sicher und damit sind diese als potentiell gefährlich anzusehen.“

Warum macht Deutschland mit? Du bist was Du ißt.

Quelle: NaturalNews

  1. 10 Kommentare zu “Russland wird keine GVO importieren”

  2. Bezieht sich das auf die gentechnisch veränderten Samen, die nicht „wiederverwendet“ werden können?
    Finde ich auf jeden Fall interessant, habe auch schon von den Autarkie_Erwägungen Russlands gehört, Deutschland selbst hat solche zuletzt kurz vor dem zweiten Weltkrieg angestellt.

    Wie kann man denn eine gentechnikfreie Landwirtschaft am besten fördern?

    Von Pat zu 21.04.2014

  3. Ja, auch, aber es bezieht sich auf alle gentechnisch modifizierten Organismen. Es werden dafür weitreichende Kontrollen eingeführt. Also auch eingeführte Lebensmittel inkl. Tiere.
    Am besten fördert man eine gentechnikfreie Landwirtschaft, indem man nachfragt beim Einkaufen. Z.B. Demeter oder Bioland verwenden keine GVO. Aber auch einzelne lokale Erzeuger achten sehr darauf auch ihre Tiere nicht mit Gen-Soja zu füttern oder modifiziertes Getreide anzubauen.
    Wir werden das auf diesem Blog zum Thema machen und über aktuelles informieren.

    Von mantus zu 21.04.2014

  4. Was sind gentechnisch veränderte Lebensmittel?

    Von kh681977 zu 21.04.2014

  5. Seit einigen Jahren werden in Organismen wie Soja oder Weizen, aber auch in Tieren Erbanlagen technisch im Labor modifiziert. Man erhofft sich bessere Versorgung mit Lebensmitteln, hochwertigere „Produkte“, resistentere Pflanzen gegen Schädlinge uvm. – bisher bleibt die „Wissenschaft“ wirkliche Beweise der Wirksamkeit schuldig. Daher möchten wir uns auch in diesem Blog damit beschäftigen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gentechnisch_ver%C3%A4nderter_Organismus

    Von mantus zu 21.04.2014

  6. Ist es ungefährlich, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu essen?

    Von klassen.studio zu 21.04.2014

  7. Nein. Viele Studien belegen das Gegenteil und bisher gibt es noch keine Langzeitstudien, die eine Ungefährlichkeit belegen. Meiner Ansicht nach lohnt es sich nicht große Risiken einzugehen, solange es keine Notwendigkeit dafür gibt. Wie der russische Landwirtschaftsminister auch richtig sagt, gibt es keinen Grund für GVO solange man biologisch natürlich produzieren kann, wie es in Rußland kein Problem ist.

    Von mantus zu 21.04.2014

  8. Wie kann man gentechnisch veränderte Lebensmittel erkennen?

    Von klassen.studio zu 23.04.2014

  9. Grundsätzlich sind Bio-Produkte oder Produkte von bekannten lokalen Bauern besser. Man darf auch nicht in Paranoia verfallen. Der Mensch hat schon vieles überlebt. Ich denke aber, daß ein bewußtes Verbraucherverhalten zu einer für alle guten Ernährung führen kann. Daher ist nachfragen das beste Mittel.
    Mehr Infos gibt es z.B. bei NTV

    Von mantus zu 24.04.2014

  10. Wie ist „genetisch verändert“ definiert? Gilt diese beiezichnung nur für Organisme, die auf unnatürliche weise vom Menschen genetisch manipuliert wurden und in grosser anzahl gezüchtet bzw. verbreitet werden?

    Was ist mit natürlichen genetischen Veränderungen, die es ja immer mal wieder gibt oder evtl. gab und man weiss vielleicht garnicht dass die Urform eigentlich anders war?

    Grüsse
    Martina

    Von Martina zu 24.04.2014

  11. GVO haben mit Züchtung nichts zu tun. Es sind Organismen, die durch Eingriff in die Erbsubstanz entstehen. Ja, grundsätzlich entstehen auch natürliche Veränderungen. Was mir allerdings Sorgen bereitet ist, daß Pflanzen gezielt manipuliert werden um Insektizide absondern oder resistenter gegen Pflanzenschutzmittel sind. In beiden Fällen haben wir dann als Konsequenz mehr Gift im Essen. Wie schlimm das wirklich ist, ist Grundlage zahlreicher aktuellen Diskussionen und über diesen Blog möchte ich selbst raus finden was dran ist an den Gefahren und an den Behauptungen. Allerdings sehe ich keine Notwendigkeit mit der Natur zu experimentieren. Solange nicht klar positive Nutzen nachgewiesen wurden und andererseits Gefahren für die Gesundheit definitiv ausgeschlossen werden können, halte ich es für ethisch nicht vertretbar in großem Stil GVO einzusetzen. Aber genau das scheint durch die Lobbyarbeit von Monsanto und andere Agro-Konzernen vermehrt zu passieren. Die Folgen können z.B. in Argentinien beobachtet werden. Dort werden viele Menschen durch die Pestizide krank und es entwickeln sich „Super-Unkräuter“, die wiederum resistent gegen die Gifte sind. Es hat also nicht den versprochenen Nutzen gebracht, aber gleichzeitig wurden Milliarden verdient. Das ist auch genau so ein Punkt: Ein gentechnisch modifiziertes Saatgut kann patentiert werden. Damit schließt man aus, daß die Bauern selbst Saatgut züchten können (Terminator-Gene, die nur männliche Pflanzen hervorbringen) und so abhängig werden. Es dient also vor allem Profitinteressen.
    Solange es keine Vorteile gibt und wir auch prima mit herkömmlicher Landwirtschaft alle ernähren können, sehe ich den Einsatz von GVO nicht ein. Das russische Parlament scheint diese Einschätzung zu teilen.

    Von mantus zu 25.04.2014

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